Historie Fête de la Musique in Berlin

1995: 21.6. - Donnerstag

bringen eine mobile Truck-Bühne und ein Konzert im Tempodrom Bewegung in die Fête de la Musique in Berlin und machen den Namen samt der dahintersteckenden Idee in Berlin bekannt.

Leider liegt für 1995 kein Programmrückblick vor.

1996: 21.6. - Freitag

geht es mit 19 festen Bühnen und einer mobilen Truck-Bühne weiter, die sich in der ganzen Stadt verteilen.

Höhepunkt ist das Konzert der Berliner Gruppe "Element of Crime" auf dem Winterfeldtplatz. 6000 Besucher lauschen der Band auf der kleinen Bühne, die eher einem Wohnzimmer gleicht.

Leider liegt für 1996 kein Programmrückblick vor.

1997: 21.6. - Samstag

gesellt sich zu den großen Bühnen ein wichtiges Charakteristikum der Fête de la Musique: die Strassenmusik, die mehr ist als der zerknitterte Hut vor der Akustikgitarre.

Höhepunkt ist die tönende Meile mit vier Bühnen auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Berlin-Mitte: Infobox, Abgeordnetenhaus, Checkpoint Charlie und Mauerstr. / Ecke Zimmerstr. Der Geschäftsführer von Partner für Berlin, Volker Hassemer, schwingt bei Klängen der Fête de la Musique und bei strömendem Regen den roten Pinsel zur Strassenmarkierung des ehemaligen Mauerstreifens.

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1998: 21.6. - Sonntag

weitet sich auf 24 Bühnen in der Stadt das musikalische Spektrum zwischen Jazz, Breakbeats, Klassik, Worldmusic und HipHop weiter aus.

Die Straßenmusik erhält einen großen Schub durch eine erleichterte Genehmigungslage der Behörden. Etliche Gruppen treten spontan auf. Erstmalig wird die Berliner Fête mit schönem Wetter und 33 Grad C begleitet. Der seit 1995 praktizierte Kulturaustausch mit internationalen Partnerstädten zieht größere Kreise, neben Paris, Budapest und Barcelona kommt Genua/ Italien zu den Städten, mit denen Berlin Bands "austauscht".

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1999: 19. & 20. & 21. Juni - Samstag & Sonntag & Montag

gibt den Auftakt zur Fête de la Musique das Eröffnungskonzert "Guitares du Monde" im Tempodrom. Gruppen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, die ihren individuellen Weg zur Gitarre gefunden haben, präsentierten sich.

3000 begeisterte Besucher hörten Musikstile wie Funk, Clubgroove, Barock, Neue Musik, Avantgarde-Jazz, Folklore und Mittelalterliche Musik. Weiter ging es am Sonntag, den 20.6.von 13 bis 22 h mit Bühnen- und Straßenmusik in der ganzen Stadt. 36 Bühnen verteilt über 12 Berliner Bezirke eroberten mehrere zehntausende Besucher, von der kleinen Songwriter-Bühne im Hinterhof mit 300 Besuchern bis zur Hip-Hop-Bühne im Mauerpark mit 10.000 Besuchern. Wer noch nicht genug hatte, ging zur "Fête de la nuit" - nach dem Ende der Open Air Konzerte ging es weiter durch & in die Nacht: "Fête de la House et des DJ's la nuit" im Glashaus, "Fête de la Chanson la nuit" im Grünen Salon in der Volksbühne, "Fête du Jazz la nuit" im Quasimodo und "Fête classique la nuit" in der St.Elisabethkirche. Da der eigentliche Tag, an dem Fête de la Musique in der ganzen Welt zeitgleich gefeiert wird, der Sommeranfang und somit der 21. Juni ist, fanden auch am Montag Konzerte von 16 bis 22h statt: die Rock-Bühne im Mauerpark mit 7.000 Besuchern,die Worldmusic-Bühne im Haus der Kulturen der Welt mit 1.500 Besuchern, die Klassik / Neue Musik-Bühne im Pfefferberg mit 800 Besuchern, eine Percussionperformance im Quartier 206 und ein international besetztes DJ-Special in der Galèries Lafayette.

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2000: 20. & 21. Juni - Dienstag & Mittwoch

wurde die Fête wiederum mit dem Eröffnungskonzert im Tempodrom, diesmal unter dem Motto "Les TamTams du Monde - die Trommeln der Welt", eingeleitet.

Der Sommeranfang wurde mit Musik aller Genres auf 52 Bühnen begrüßt. Das musikalische Spektrum reichte von Klassik, Neuer Musik, Jazz, Chanson, World-Music, DJ-Sets, Zirkusmusik bis Rock und Popmusik. Ein Special war die "Jeune Fête de la Musique", auf der 20 Gewinnerbands eines ausgeschriebenen Schülerbandwettbewerbs im FEZ in der Wuhlheide auftraten. Neu war eine, die Fête begleitende, Fotoausstellung "Three Songs, No Flash" des Hamburger Fotografen Stefan Malzkorn in der Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg.

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2001: 20. & 21. Juni - Mittwoch & Donnerstag

findet die Eröffnungsveranstaltung unter dem Motto "Die Stimmen der Welt" diesmal in der KulturBrauerei mit 5.000 begeisterten Zuhörern statt. Pünktlich zum 21. Juni begrüßt Berlin den Sommer mit 478 Konzerten auf 62 Bühnen.

Zu den bisherigen Veranstaltungsorten beteiligen sich neben Clubs, Cafes, Kaufhäusern, Ausbildungsstätten, zwei weitere Hochschulen, die KLAX-Kindergärten und zwei Krankenhäuser. Bisher einmalig in Berlin und ein Novum für Deutschland ist die Ausnahmezulassung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, welche am 21. Juni in der Zeit von 16 bis 22 Uhr erlaubt, berlinweit auf Straßen, Plätzen und Grünanlagen der Stadt akustisch zu musizieren. Die Fête de la Musique erfreut sich zusehends größerer Beliebtheit, was im Mauerpark mit 15.000 Besuchern, in den Hackeschen Höfen mit 7.000 Besuchern, im Casino mit 6.000 Besuchern und bei einer "neuen" Bühne wie dem Parkcafé am Fehrbelliner Platz mit 1.500 Besuchern deutlich zu sehen ist. Petrus war etwas launisch und bescherte einen zweistündigen Regenguss am frühen Abend. Die Musikliebhaber und die MusikerInnen hat dies nicht beirrt. Insgesamt 80.000 Menschen besuchten die 44 Open-Air- und 17 Nacht-Bühnen der Fête de la Musique 2001 in Berlin.

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2002: 21. Juni - Freitag

regnete es nicht und dies ist ein wichtiger Umstand, denn die Regenwahrscheinlichkeit in Berlin am 21. Juni, dem Tag der Fête de la Musique, liegt bei 80%.

An insgesamt 57 Spielorten, davon 44 Open-Air/ Freiluft-Bühnen und 13 Fête de la nuit-Abend/ Nacht-Indoor-Bühnen, erklangen 497 Konzerte. Neben den Bühnen, die von Anfang an dabei waren, wie z.B. die Marabu-Bar und das Steinhaus im Mauerpark, gesellten sich 21 neue Bühnenstandorte dazu; Grooving Smokers@Kolle37 mit Reggae, Ragga, Dancehall, Mikrofon Check auf Balkonien mit Hip Hop, die Humboldt Universität, Marie's Bühne mit Nachwuchsbands organisiert vom Bezirksamt Pankow, das Lovelite, der Berliner Sängerbund präsentierte Chöre in der Französichen Friedrichstadtkirche, bei "Nostradamus entdeckt Zyankali" labten sich die Besucher an mittelalterlichen Klängen und die Bühne "Arena-Radio France Internationale" bescherte afrikanische Musik.

Die Fête de la Musique versteht sich als Netzwerk und kooperierte mittels einer gemeinsamen Bühne mit anderen zeitgleichen Festen in Berlin; mit dem Straßenfest "Kreuzberg jazzt" in der Bergmannstraße, mit dem Sommerfestival "popdeurope" im Haus der Kulturen der Welt und mit dem Chorfestival "Stimmenzauber" auf dem Breitscheidtplatz.

Insgesamt 100.000 Musikliebhaber besuchten die 8. Ausgabe der Berliner Fête de la Musique, davon 36% bis 25 Jahre, 42% ab 26 bis 35 Jahre und 23% ab 36 Jahre und älter, eben ein Fest für jung und alt. 71% der Besucher kamen gezielt und 62% des Publikums sind "Fans" der Fête de la Musique, denn diese besuchten das Musikfest bereits zum wiederholten Mal.

Vive la Fête!

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